June 22, 2010

Gruppe Gesellschaftskritik

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Buchvorstellung in Zürich: „Iran im Weltsystem“

Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung.

Buchpräsentation und anschließende Diskussion mit Stephan Grigat.

2. Juli 2010: 19.00
VOLKSHAUS, Grüner Saal
Stauffacherstrasse 60
ZÜRICH

Veranstalter:
Libérez Gaza de Hamas &  Initiative gegen Antisemitismus Zürich
mit freundlicher Unterstützung des Studienverlags


by ggkritik at3:52 PM under uncategorized (Comments)


June 20, 2010

Gruppe Gesellschaftskritik

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Opfer aller Länder, vereinigt euch!

„Die deutsche Regierung und ihre Unterstützer arbeiteten sehr geschickt, nutzten jede Möglichkeit, die Entente zu spalten und versuchten mit allen Mitteln, das propagandistische Bild eine mißhandelten, verelendeten und mitleiderregenden Deutschlands aufrechtzuerhalten. (…)in der ganzen Welt wurden Sympathiebekundungen für Deutschland organisiert – kurz, die Deutschen waren sehr erfolgreich darin, als Trost für den verlorenen Krieg nun den Frieden zu gewinnen.“ (Karl Retzlaw im Jahre 1944)

Opferideologie und Antisemitismus gehören wohl unzertrennlich zueinander. Ob dies im Nahen Osten aus Europa übernommen wurde oder beides ein originäres Produkt des Islams ist, muss hier jedoch unbeantwortet bleiben. Auffallend ist aber, dass gerade eine Ideologie die sich von Feinden umringt und erniedrigt sah, der Nationalsozialismus, von seinen Bewunderern und Gegnern, mit dem Islam verglichen wurde.  So nannte der französische Faschist Charles Maurras den Nationalsozialismus „den Islam des Nordens“, für Churchill, der mit seinem Buch über den Mahdi die erste Islamistische Massenbewegung im 19. Jahrhundert beschrieb, war Mein Kampf der neue Koran und Amin el-Husseini, der Großmufti von Jerusalem, sah etliche Übereinstimmungen zwischen dem Islam und der nationalsozialistischen Ideologie.

Doch auch die Linke, die eigentlich die größte Widersacherin solcher Ideologien sein sollte, verkam mit jeder neuen uneingestandenen Niederlage, zu dem Opferkollektiv das sie heute Global fast ausnahmslos ist. Auch hier wähnt man sich immerzu betrogen, obwohl man doch den Lauf der Geschichte auf seiner Seite habe. Böse Mächte müssen hinter der Verhinderung der Weltrevolution stecken, die in besseren Zeiten vorhergesagt wurde. Von der Kritik der politischen Ökonomie von Marx möchte diese Linke schon lange nichts mehr wissen. Vor allem auch deshalb, weil dort schon stehen würde, was die Hindernisse einer möglichen Revolution sind. Der Linken reicht dagegen der politische Mehrwert Opfer des Systems zu sein, was dazu legitimiert drauf los zu schlagen. Keinen anderen Grund gibt es für die ritualisierten Kämpfe mit der Polizei am 1. Mai, wo beides geboten wird: Kampf mit der Polizei, welcher das Bedürfnis nach Enthemmung befriedigt und eine Niederlage mit Ansage, die den eigenen Opferstatus festigt.

Erst mit der Kritik von Marx hatte die Linke geeignete Instrumente in die Hand bekommen, den Kapitalismus richtig und ohne antisemitische Einschläge zu kritisieren. Vor Marx und eben auch danach, war der Linken das größtenteils nicht mehr gelungen. Doch nachdem man Marx in der Linken, entweder, wie schon damals George Sorel, bis auf einige Versatzstücke des Klassenkampfes, entsorgt hatte, oder gleich durch die Ikonen der Postmoderne mit ihrem Sprachwirrwarr ersetzten, steht dem Bündnis mit anderen Opferideologien nichts mehr im Weg – einem Bündnis gegen Israel und die Juden.

Der Hass auf Israel und die Juden

Werden im Antisemitismus die als schlecht wahrgenommenen Auswirkungen des Kapitalismus, in der Regel das Finanzwesen, den Juden zugeschrieben, so ist der Antizionismus eine falsche Staatskritik, die den eigenen Staat meist will, aber alles Schlechte, das Staatlichkeit mit sich bringt, alleine an Israel festgemacht. Wie Staat und Kapital nicht getrennt existieren können, weil der freie und gleiche Warentausch einen Souverän braucht, der gewährleistet, dass beide am Tausch beteiligten sich an den Vertrag halten, so tritt auch die falsche Kritik der Staatlichkeit, der Antizionismus nicht ohne den Antisemitismus auf. Deshalb darf es nicht verwundern, dass sich Adolf Hitler schon 1920 in seiner ersten dokumentierten Rede zum Antizionismus bekannte.

Und noch etwas schürt den Hass auf die Juden und Israel. Zum einen ist man den Juden den Opferstatus neidisch, so hirnrissig das auch klingen mag, und tritt deshalb in Opferkonkurrenz: Ost-Deutsche Nazis fühlen sich als Opfer eines Bombenholocaust und muslimische Organisationen befördern die Rede von der Islamophobie, die impliziert, dass sie die neuen Juden seien. Edward Said konstruiert zu diesem Zweck gar eine semitische Rasse, die Muslime und Juden umfassen würde, womit beide Opfer des Antisemitismus seien. In Anbetracht der Geschichte und der arabischen-muslimischen Kollaboration mit dem Nationalsozialismus wirklich ein Hohn. Zum anderen kränkt die Antisemiten auch die Tatkraft, die durch Israel ersichtlich wird und die bezeugt, dass man nicht mehr Opfer sein will. Denn im Unterschied zu anderen selbsternannten Opfergruppen, können sich die Juden diesen Status nicht leisten, weil er für sie ganz real lebensbedrohlich ist.

Das antifaschistische Selbstverständnis der Linken

Der Kampf der deutschsprachigen Linken gegen den Nationalsozialismus ist durchzogen von Mythen und Schönfärberei! Die Einsicht, dass dies vor allem eine Geschichte von Niederlagen und  Fehleinschätzungen war, wird außen vor gelassen. Nüchtern betrachtet hatte ein englischer Reaktionär wie Churchill ungemein mehr Anteil an der Niederringung des Nationalsozialismus, wie die gesamte deutschsprachige Linke zusammen.

Dass Kommunisten und Sozialdemokraten in Deutschland nicht nur zu den ersten Opfern des Nationalsozialismus gehörten, sondern auch zu seinen erbittertsten Gegnern, darf nicht vergessen werden, aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele dank der falschen Analyse der Linken umsonst gestorben waren.  Denn selbst im Exil glaubten die meisten Vertreter der Linken noch ihre eigenen Lügen. So glaubten sie noch in den Jahren 1933-45 an eine bald nahende kommunistische Revolution durch das deutsche Volk – jenes deutsche Volk das den Nationalsozialismus mehrheitlich begrüßte und schickten viele Kommunisten durch nutzlose aber überaus gefährliche Aktionen in den Tod. Eine revolutionäre Arbeiterklasse gab es indes in Deutschland schon lange nicht mehr, sie waren nun alle Volksgenossen geworden – geeint durch ihren Antisemitismus. Der doppelt freie Arbeiter, wie er von Marx in den Grundrissen beschrieben wurde, existierte nicht mehr und damit waren auch die Voraussetzungen für den Klassenkampf verloren gegangen. Nach Marx sei dieser „frei von den alten Klientel- oder Hörigkeitsverhältnissen und Dienstverhältnissen, und zweitens frei von allem Hab und Gut und jeder objektiven, sachlichen Daseinsform, frei von allem Eigentum“. Mit dem Nationalismus begaben sich große Teile der Arbeiterklasse aber freiwillig in ein neues Hörigkeitsverhältnis und auch auf der ökonomischen Seite war der Arbeiter nicht mehr so frei wie zu Marxens Zeiten. Er war zwar immer noch frei von Produktionsmitteln, aber seine Arbeitskraft war im 3. Reich quasi verstaatlicht.

Die KPD verstand dies alles nicht und redete viel von Klassenkampf,  hatte aber gerade an der endgültigen Verhinderung desselben großen Anteil. So agitierte sie schon in den 1920er Jahren völkische Studenten mit antisemitischen Reden und verstärkte den Nationalismus in der Arbeiterklasse durch ihren Wettstreit um die nationalste Position mit der NSDAP nur noch zusätzlich.

Im Jahre 2010 verweist man als Linker trotzdem gerne auf seine antifaschistische Tradition. Manche haben dabei ein derart gutes Gewissen, dass sie nun einem anderen geknechteten Volk dazu verhelfen wollen den Frieden zu gewinnen. Zu diesem Zweck setzten sich mehrere Parteimitglieder der „Linken“ mit Islamisten, türkischen Faschisten und abgelaufenen Medikamenten auf ein Friedensschiff, um eine von Israel verhängte Seeblockade zu durchbrechen. Das Ergebnis ist bekannt: Neun Tote, viele Verletzte und ein Sieg im Propagandakrieg für die antisemitische Internationale.

Dass Linke die Gefahren einer reaktionären Massenbewegung nicht erkennen können, ist eben auch eine Tradition des Antifaschismus. Wie schon in der Weimarer Republik waren und sind die selbsterklärten Feinde der Linken (mit Ausnahme einiger Teile der Zwischenkriegs-SPD, die die prowestlichste Partei in der Weimarer Republik war) nicht so sehr die Antisemiten, Freunde des Volkes oder selbsterklärte Antikommunisten, sondern der Westen. Dabei schreckt man, heute wie damals, vor fast keinem Bündnis zurück.

Zwar ist man sich für ein Bündnis mit nationalen Sozialisten, sofern diese sich nicht selbst als Linke sehen oder zufällig nicht der Mehrheitsbevölkerung angehören, zu fein. Den von der Linken noch geschmähten nationalen Sozialisten von der NPD, bleibt dann nichts anderes mehr übrig, als Solidaritätsbekundungen an die Abgeordneten der Linken  zu schreiben, in denen ihr Mut gewürdigt wird, trotz der politischen Differenzen: Das Feindbild Israel schweißt eben zusammen. Im Kampf gegen die Juden und Israel spielt die NPD nur mehr die zweite oder gar dritte Geige, die Führung haben andere übernommen. Denn heute braucht man für seinen Kampf gegen Juden zumindest eine antifaschistische und antirassistische Legitimation – der gemeinsame Kampf von Islamisten und Linken ist deshalb auch der erfolgversprechendere – denn er ist moralisch ehrbar.

Die sozialistische Jugend und ihr sozialistisches Palästina

Die sozialistische Jugend Vorarlberg teilt die oben beschrieben Selbsttäuschung im Falle des Antifaschismus. Und auch im Falle der Friedensflotte hat sie sich klar auf eine Seite geschlagen, auch wenn ihr das selbst gar nicht bewusst sein mag. Sie hat nämlich 1:1 die Propagandadarstellung der antisemitischen Internationale übernommen.

Von Israel werden jeden Tag Lebensmittel, Medikamente und Baumaterial nach Gaza geliefert. Die Kindersterblichkeit ist niedriger und die Lebenserwartung höher,  als in den meisten arabischen Staaten und selbst der Türkei. Die Blockade richtet sich dabei vor allem dagegen, dass die Hamas an Waffen kommt, mit denen sie Israel beschießen könnte. Was nicht nur die Hamas so lange tat, so lange Raketen vorhanden waren.  Von all dem wird im Text der SJ nichts zur Kenntnis genommen. Lieber schreibt man vom „Abschlachten des Menschenrechts“ durch Israel. Dass die israelischen Soldaten aus Notwehr gehandelt haben könnten, wie es die Bilder von der „Erstürmung“ des Schiffes suggerieren, wo ein Mob mit Messern und Eisenstangen bewaffnet gegen die Soldaten brutal vorgeht, hält die SJ für eine „Mähr“ (was auch immer das sein soll, vielleicht meint die SJ Mär) – trotz der überall zugänglichen Bilder und den Aussagen des anwesenden Al-Jazeera Kameramannes. Dieser hatte wohl aus tiefster Bewunderung für die gewalttätigen Islamisten und Faschisten offen ausgesprochen von wem die Gewalt ausging: Von der Schiffsbesatzung!

Offen möchte man sich dann aber doch nicht mit Islamisten und Antisemiten gemein machen. Deshalb greift man zum klassenkämpferischen Antizionismus. Die Lösung sei der Klassenkampf, der zu einem sozialistischen Palästina führen soll. Wenn es um Klassenkampf und Opposition gegen die eigene Regierung geht, beschreibt die SJ diese vor allem in Israel. Damit liegen sie ausnahmsweise auch mal richtig. Israel ist wohl eines der wenigen Länder im Nahen Osten, in dem es eine große und kämpferische Gewerkschaftsbewegung gibt. Die Unzufriedenheit mit der eigenen Regierung führt auch des Öfteren zu vorgezogenen Neuwahlen. Aber wie sind die Voraussetzungen in Gaza und im Westjordanland? Hat man der Weltöffentlichkeit und der sozialistischen Jugend nicht spätestens bei der demokratischen Wahl in Gaza vor Augen geführt, dass die dortige Bevölkerung ihr Heil eher bei 72 Jungfrauen als im Klassenkampf sucht? Nicht einmal durch die Tatsache, dass es in Israel kommunistische, links-liberale und sozialdemokratische Parteien in der Knesset gibt und unter der Hamas in Gaza Fatah Anhänger als Sozis massenhaft hingerichtet werden, scheint das Weltbild der SJ zu stören.

So sehr man das auch bedauern mag, eine kommunistische Weltrevolution steht in nächster Zeit nicht an. Heute besteht dagegen eher die Gefahr, dass sich die Todfeinde jeder allgemeinen menschlichen Emanzipation durchsetzten – unterstützt werden sie dabei vom Sozialismus des 21. Jahrhunderts und der europäischen und amerikanischen Linken. In so einer Situation ein gemeinsames Palästina  zu fordern hieße für die Juden: Entweder sie würden den islamischen Dhimmi Status als Bürger zweiter Klasse akzeptieren oder sie müssten mit dem Tod rechnen. In einer kapitalistischen Welt die unweigerlich Antisemitismus hervorruft, wären die Juden zusätzlich, wie schon vor 1948, den Antisemiten der Welt schutzlos ausgeliefert – und das ist die skandalöse Forderung der Sozialistischen Jugend.


by ggkritik at12:38 PM under uncategorized (Comments)


June 7, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

CSS on Crack: CSS3 for IE without headache?

Some of you may know that I am working on a CSS preprocessor which allows you to define custom properties to use in CSS.

After I read the article CSS3 Solutions for Internet Explorer on Smashing Magazine I got the idea that it should be possible to define custom properties that do create the IE compability code automatically.

So up to now I managed to write definitions for these copies of these CSS3 properties:

.opacityTest {
	-opacity: 0.2;
}

.borderRadiusTest {
	-border-radius: 12px;
}

.boxShadowTest {
	-box-shadow: 5px 5px 5 #00ff00;
}

Well how does this work?

Its pretty simple. You open your CSS file with the preprocessor, it will monitor the file for changes and generate a new CSS file next to yours with the processed code. Easy.

Let’s take a look at the opacity property:

@define -opacity alpha {
	opacity: ${alpha};
	filter: progid:DXImageTransform.Microsoft.Alpha(opacity=${alpha*100}) !IE;
}

.opacityTest {
	-opacity: 0.2;
}

I think I don’t have to explain a lot about this code. @define –opacity alpha defines the property –opacity which takes one parameter named alpha. You can access variables via the ${…} syntax and use the defined property just like any other CSS3 property. The preprocessor will copy the definition into your CSS classes where you use it.

Ah, and note the !IE part behind the filter property. This causes the preprocessor to write the rule into an extra file named yourfile.ie.css for inclusion via conditional comments. We don’t wanna mess up our valid CSS code with invalid IE stuff, do we? ;)

So the output of this is:

.opacityTest {
	opacity: 0.2;
}

and in the .ie.css file

.opacityTest {
	filter: progid:DXImageTransform.Microsoft.Alpha(opacity=20);
}

Nice, huh?

But still not finished. I’m working on it, still need to implement some features. The preprocessor is implemented in python and provides a neat plugin interface to do really crazy stuff like automatically generating CSS sprites. Im working on such a plugin, just wanna make you curious about the neat and easy structure for plugins:

class SpritePlugin:
    @Filter(instruction="sprite")
    def SpriteFilter(self, file, instruction):
		# this method will be called for every instruction "@sprite ... {...}" in the file
		return False # return false will remove the instruction after this method

	@Filter(property="all")
	def PropertyFilter(self, file, instruction):
		# this method will be called on every property "a: b" in the css file
		return True # return True so the property will not be deleted

So?

Well.. for me it sounds pretty useful and I will use it for my upcoming web development project. But I would love to hear some opinions on this. The preprocessor is already in a pretty advanced development process, so I will be able to release a first version soon.

by Dennis at5:32 PM under uncategorized (Comments)


June 4, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Dan Pink – Drive

“The Surprising Truth About What Motivates Us”

Is actually not surprising to me at all. I have heard the first 1.5 hours of the audio book and find myself annoyed by the repetition of the same argument over and over again. Extrinsic motivation (mostly.. paying someone to do something) can have negative effect on motivation, performance and creativity.

Well this is something I experience day by day. I cannot force myself to do creative work just because I am paid for it, I rather perform best when I feel like doing so. When I am in a creative flow and you just can’t buy a creative flow.

Anyhow, as it seems this book is rather directed to business owners and managers who stick with the classic business models. Not to a student who spends lot of his time to work on projects he deeply enjoys.

Has anyone read this book? Are there any thrilling insights in the later parts of the book? I am definitely not motivated right now to read/hear any further ;)

by Dennis at6:03 PM under uncategorized (Comments)


Eskrima Photos

Yesterday we had a nice round of Inayan Ekrima in a park at Aachen. The weather was great and we had a lot of fun (But I can’t suggest using my famous forehead-blocking technique.. it’s kinda ineffective).

Anyways I made some pictures and experimented with vibrance/saturation/clarity postprocessing. It created some nice effects. High clarity creates a slight surreal effect and adds a lot of depth to the picture. With a slight push into the vibrance but decreasing saturation the image looks gets an interesting monochrome-yet-still-colorful style. Can’t really describe it, just take a look.

DSC_0477 DSC_0479

by Dennis at7:10 AM under uncategorized (Comments)

June 3, 2010

Gruppe Gesellschaftskritik

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Kundgebung und Infotisch: Free Gaza from Hamas! – Solidarität mit Israel!

Freitag, 4. Juni 2010, 15:00 Uhr
Stock-im-Eisen-Platz, 1010 Wien

In einer Situation, in der in Wien auf antisemitischen Massenaufmärschen Israelis von Islamisten, türkischen Nationalisten und ihren linken antiimperialistischen Freunden unter „Allahu Akbar“-Rufen zu den Nazis von heute erklärt werden, stellen wir uns an die Seite des jüdischen Staates. Wenn der Wiener Gemeinderat plötzlich Weltpolitik spielt (was ihm sonst nicht einmal einfällt, wenn Islamisten im Sudan Zehntausende ermorden) und einstimmig das Vorgehen der israelischen Armee anprangert, ohne auch nur ein Wort über die Leute zu verlieren, gegen die sich dieses Vorgehen gerichtet hat, betonen wir Israels Recht auf Selbstverteidigung. Wir richten uns gegen die propagandistische Hetze gegen Israel und gegen die Verurteilungen, die sich gar nicht mehr dafür interessieren, in welch aussichtslose Lage der Staat der Shoahüberlebenden von den Antisemiten dieser Welt ein ums andere mal manövriert wird.

Das Problem im Gazastreifen ist nicht die durch die Angriffe und die Aufrüstung der Hamas notwenig gewordene Seeblockade, sondern die Herrschaft der Djihadisten, die nicht nur Israel terrorisieren, sondern auch all jene Palästinenser, die sich ein friedliches Zusammenleben mit den Israelis wünschen oder sich dem Tugendterror der Islamisten nicht unterordnen wollen.

Bündnis „FREE GAZA FROM HAMAS“
(Israelitische Kultusgemeinde, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Café Critique, Scholars for Peace in the Middle East Austria, Österreichischer Gedenkdienst, Christen an der Seite Israels – Österreich, Basisgruppe Politikwissenschaft, European Council of WIZO Federations, Zwi Perez Chajes Loge der B’nai B’rith, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, HaShomer HaZair, Zionistische Föderation in Österreich und weitere Organisationen)

weitere Infos: http://freegazafromhamas.wordpress.com/


by ggkritik at7:06 PM under uncategorized (Comments)


June 2, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

C# Style Properties in C++?

I was in experimenting mood again. I got annoyed by writing the following code over and over again:

class Test {
private:
	int myVar;
public:
	int GetMyVar() { return myVar; }
}

Sometimes additionally to that a Setter method which processes or checks the values.

So how to make this more compact? With macro hacking! jippie! Yep macros are bad, but sometimes its nice to make some experiments, so here we go.

Simple read only properties

Well the most used case for me is: I want a property that can be read from the outside, but can only be written from “inside” the class.

So here we go:

class Test : EnableProperties<test> {
public:
	Property(ReadOnly, std::string) MyVar;
}

Uuuh, magic macro hacking. So what can we do now with this variable? With the operator() we can set and get the value of this property, but for ease of use we can also use implicit conversion.

Test test;
test.MyVar("New String"); // Access Error
std::string a = test.MyVar(); // Yep
std::string b = test.MyVar; // Fine too

Custom getter and setter

Lets just say we want to do process the value of the property on each get. With even more macro and template hacking we get this:

class Test : EnableProperties<test> {
public:
	CustomProperty(Public, int) {
		Getter {
			return value * 42;
		}
	} MyVar;
}
Test test;
test.MyVar(10);
std::cout << test.MyVar() << std::endl; // 420

I think this is a pretty funny experiment. There are still some issues left. For example: the custom getter and setter feature only works with VC. Still it is an very interesting concept and I think I will investigate it a little bit further.

Code

Want to see the strange macro hacking? Sure here you go :)

template<typename friendclass typename t,> class ReadonlyProperty {
protected:
	typedef T ValueType;

	friend FriendClass;
	ValueType value;

	virtual void Set(const ValueType& newValue) { value = newValue; }
	virtual const ValueType& Get() { return value; }

public:
	inline void operator()(const ValueType& newValue) { Set(newValue); }
	inline const ValueType& operator()() { return Get(); }
	inline operator ValueType() { return Get(); }
};

template<typename friendclass typename t,> class PublicProperty {
protected:
	typedef T ValueType;

	friend FriendClass;
	ValueType value;

public:
	virtual void Set(const ValueType& newValue) { value = newValue; }
	virtual const ValueType& Get() { return value; }

	inline void operator()(const ValueType& newValue) { Set(newValue); }
	inline const ValueType& operator()() { return Get(); }
	inline operator ValueType() { return Get(); }
};

template<typename t> class EnableProperties {
protected:
	typedef T PropertyFriendClass;
};

#define Property(Access, type) class : public Access##Property<type , PropertyFriendClass> {}
#define CustomProperty(Access, type) class : public Access##Property<type , PropertyFriendClass>

#define Setter virtual void Set(const ValueType& value)
#define Getter virtual const ValueType& Get()

by Dennis at11:52 AM under uncategorized (Comments)


May 28, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Typesafe Python?

Typesafety in python? Not very pythonic.. I know. But I write better code with strong type restrictions and without duck typing. I realized that while I was refactoring some old code I have written a year ago. The error messages are far away from the source of the error because I did not checked the types of variables.

I am too lazy for writing tons of “if not isinstance(var, type): raise TypeError(“Var is expected to be of type ‘type’”)” lines. Using the new annotations in Python 3 and some hacking with decorations for classes and functions I created some nice features that can improve code security:


Function argument type checks

Python 3 provides us with a way to annotate function arguments. I used this to create a decorator that checks the type of passed arguments against the type defined in the annotation. Just like this:

Well this is too simple in most cases. What about lists and dicts?

@typesafe
def myFunction(stringList: [str], complexDict: {str: [int]})
    pass

myFunction(["string"], dict(a=[1, 2], b=[3, 4]) # success
myFunction(["string", 1], dict(a=[1, 2], b=[3, 4]) # fails
myFunction(["string"], dict(a=[1, 2], b=["3", 4]) # fails

Automatic Conversions

How about automatic conversion of arguments? This is a spontaneous idea. I have not yet implemented it.

@typesafe
def myFunction(someString: str, someInteger: int)
    pass

myFunction(42, "42") # success. Same as: myFunction(str(42), int("42"))

Typesafe class properties

@typesafe
class TestClass:
    someString = public(str)
    integerList = public([int])

test = TestClass()
test.someString = "42" # success
test.someString = 42 # fail

test.integerList = [1, 2] # success
test.integerList = 42 # fail

Note: someString and integerList will be object variables and NOT class variables like usual. But they will have the same type checks as above on assignment.

Okay. You may have noticed the strange public keyword for typechecks. This is the reason:

Access restrictions

Just like in many other languages. Restricts the access to variables from the outside. Of course you still can access all variables from “inside” the object.

@typesafe
class TestClass:
    privateVar = private(str)
    readOnlyVar = readonly(str)
    publicVar = public(str)

test = TestClass()

# writing
test.privateVar = "" # fail
test.readOnlyVar = "" # fail
test.publicVar = "" # success

#reading
test.privateVar# fail
test.readOnlyVar # success
test.publicVar # success

Defaults and not None

You can also define default values for your variables. Per default you cannot access a variable that has not been assigned. To override this set None as a default value.

@typesafe
class TestClass:
    varWithDefault = public(str, "default")
    varWithDefaultNone = public(str, None)
    varWithoutDefault= public(str)

test = TestClass()
test.varWithDefault # success. "default"
test.varWithDefaultNone # success. None
test.varWithoutDefault # fails

Ideas and Suggestions?

Well.. this are my experiments with python. It works well for now and I will try to apply these techniques in my next project. Any suggestions and discussions are welcome. Tell me what you think, would this be useful for you?

Code will be published when I finished writing all the unit tests ;)

by Dennis at4:23 PM under uncategorized (Comments)


May 13, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Pure CSS box-shadow for IE 7/8

For my photo portfolio website I was searching for an easy way to add flexible shadows to boxes on my website. There are several techniques to achieve this via images, but most of the times these techniques not very flexible.

Luckily the upcoming CSS3 standard has a new feature called box-shadow. Which works well in the latest versions of Chrome/Safari and Firefox. But as usual – the Internet Explorer does not recognize this. But well, this time you can’t blame MS for this, the CSS3 specifications are not yet completely finished.

Nevertheless I searched for a way to get box shadows in IE 7 and 8 too. And I found it – CSS only. No Javascript or server-side code required.

On Chris Blog I read about a way to create these kind of shadows in IE using filters. Awesome!

image

This is a good start. But there were some drawbacks. Chris CSS code used fixed widths and actually the result does not look as great as a CSS3 box shadow.

I made some minor adjustments and tried to create a nearly pixel-perfect alternative to box-shadow. Here is my result:

image

This is exactly the same result in Chrome, Firefox and Internet Explorer 6 and 7. Here is how i made it:

HTML Structure

Well we need some extra elements in HTML to be able to add a shadow in IE, but well. Not much of them. So here is how the box should look like:

<div class="ShadowBox">
    <div class="IEShadow"></div>
    <div class="Inner">
        This is a shadowed box <br/>
        This is a shadowed box <br/>
        This is a shadowed box <br/>
        This is a shadowed box <br/>
        This is a shadowed box <br/>
        This is a shadowed box <br/>
    </div>
</div>

.csharpcode, .csharpcode pre { font-size: small; color: black; font-family: consolas, "Courier New", courier, monospace; background-color: #ffffff; /*white-space: pre;*/ } .csharpcode pre { margin: 0em; } .csharpcode .rem { color: #008000; } .csharpcode .kwrd { color: #0000ff; } .csharpcode .str { color: #006080; } .csharpcode .op { color: #0000c0; } .csharpcode .preproc { color: #cc6633; } .csharpcode .asp { background-color: #ffff00; } .csharpcode .html { color: #800000; } .csharpcode .attr { color: #ff0000; } .csharpcode .alt { background-color: #f4f4f4; width: 100%; margin: 0em; } .csharpcode .lnum { color: #606060; }

CSS Code

/* CSS 3 Browser? Use CSS3 box-shadow */
.ShadowBox {
    position: relative;

    /* CSS 3 Browser? Use CSS3 box-shadow */
    box-shadow: ${offset}px ${offset}px ${radius}px ${shadowcolor};
    -webkit-box-shadow: ${offset}px ${offset}px ${radius}px ${shadowcolor};
    -moz-box-shadow: ${offset}px ${offset}px ${radius}px ${shadowcolor};
}

.ShadowBox .Inner {
    position: relative;

    padding: 1em;
    background: #FFFFFF;
}

/* setup div for IE shadow */
.ShadowBox .IEShadow {
    // place behind the .Inner div
    position: absolute;
    z-index: -1;
    zoom: 1;

    // cover all the box area and add offset
    top: -${radius-offset}px;
    left: -${radius-offset}px;
    bottom: ${radius-offset}px;
    right: ${radius-offset}px;

    // use the shadow color as background
    background: ${shadowcolor};

    // And blur it. Yep, two times. This results in the original box-shadow look - yeah!
    filter:
        progid:DXImageTransform.Microsoft.Blur(pixelRadius=${radius/2})
        progid:DXImageTransform.Microsoft.Blur(pixelRadius=${radius/2});
}

.csharpcode, .csharpcode pre { font-size: small; color: black; font-family: consolas, "Courier New", courier, monospace; background-color: #ffffff; /*white-space: pre;*/ } .csharpcode pre { margin: 0em; } .csharpcode .rem { color: #008000; } .csharpcode .kwrd { color: #0000ff; } .csharpcode .str { color: #006080; } .csharpcode .op { color: #0000c0; } .csharpcode .preproc { color: #cc6633; } .csharpcode .asp { background-color: #ffff00; } .csharpcode .html { color: #800000; } .csharpcode .attr { color: #ff0000; } .csharpcode .alt { background-color: #f4f4f4; width: 100%; margin: 0em; } .csharpcode .lnum { color: #606060; }

Don’t get confused by the ${…} syntax. I left these values to show you how how to select the right values to get near-pixel-perfect look in IE and in Firefox. Webkit has a bit harder shadows than FF, but the difference is not very big.

Example

I created a little example how to get pure CSS box shadows for the IE.

CSS on Crack

BTW! Im working on an preprocessor for CSS. I wrote a makro for this shadow technique which allows me to insert the above code snippet into my CSS code with a single property.

.ShadowBox {
    // container-shadow: radius offset color;
    generic-box-shadow: 20 10 #000000;

    .Inner {
        padding: 1em;
        background: #FFFFFF;
    }
}

If this sounds interesting drop me a comment I may write some more about it an publish a test version. This above example was created with this preprocessor.

.csharpcode, .csharpcode pre { font-size: small; color: black; font-family: consolas, "Courier New", courier, monospace; background-color: #ffffff; /*white-space: pre;*/ } .csharpcode pre { margin: 0em; } .csharpcode .rem { color: #008000; } .csharpcode .kwrd { color: #0000ff; } .csharpcode .str { color: #006080; } .csharpcode .op { color: #0000c0; } .csharpcode .preproc { color: #cc6633; } .csharpcode .asp { background-color: #ffff00; } .csharpcode .html { color: #800000; } .csharpcode .attr { color: #ff0000; } .csharpcode .alt { background-color: #f4f4f4; width: 100%; margin: 0em; } .csharpcode .lnum { color: #606060; }

by Dennis at9:37 PM under uncategorized (Comments)


May 11, 2010

Gruppe Gesellschaftskritik

gruppe.gesellschaftskritik

Buchpräsentation: Iran im Weltsystem

Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung.

Buchpräsentation und anschließende Diskussion mit Stephan Grigat.

6. Juni 2010: 19.00
Kulturcafé Schlachthaus, Dornbirn

7. Juni 2010: 20.00
HS 7 GEIWI, Innsbruck
(gemeinsam mit GRAS Ibk)


by ggkritik at9:35 AM under uncategorized (Comments)


May 6, 2010

Gruppe Gesellschaftskritik

gruppe.gesellschaftskritik

8. Mai: Fest der Befreiung

Anlässlich der 65. Wiederkehr der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und der damiteinhergehenden Befreiung Europas vom Nationalsozialismus findet am 8. Mai 2010 in Wien ein Befreiungsfest statt.

Details im 8. Mai Blog.


by ggkritik at2:15 PM under uncategorized (Comments)


May 2, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Operation Minimalism: Home Office

Well after my Computer was cleaned and tidied up I went for my home office. I emptied all my racks and closets and sorted all my stuff in two different dimensions. At first topic wise, and then by usage frequency.

For me this resulted in four topics for my office room.

  • Guitar (Headphones, picks, cables, tuner, effect devices, …)
  • Computer (Lots of cables, headphones, old hardware, …)
  • Office (Pens, paper, file folders, stapler, refills, …)
  • University (Lecture scripts, books, calculator, …)

For each of this topics I have two boxes. One big archive box (actually.. I need to buy some more) and a workspace box. The archive boxes contain all the less frequently used materials (and some never used materials but I cannot bring myself to throw them into the garbage), while the workspace box is a small box in my home office that contains all regularly used items for that topic.

So after yesterday I really have a minimalistic home office containing not much more than:

  • Hardware
  • 4 workspace boxes
  • Inbox
  • Reference Files

The last two ones should be familiar for anyone who has read Getting Things Done.

Oliver asked me to add some pictures, so hey. Here they are.

Desk
My desk with nothing but hardware, some pens and my inbox on the left. Below my inbox is a tray for working materials for this weeks goals. I will need them every day, so no need to put them away.

DSC_0013

Workspace Materials
Office, computer, guitar materials that I frequently use.

DSC_0021

University materials have a custom place as the books and lecture scripts are pretty big. This closet also contains my DVDs until I have digitalized them to move them into the archive. So work in progress here ;)

DSC_0016

Hardware
Well.. these pictures are just for fun ;) I like the desktop background, continuous style but different (yet still matching) color themes for each monitor. And of course my loved Ibanez guitar!

DSC_0024 DSC_0017

by Dennis at1:04 PM under uncategorized (Comments)


April 30, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Operation Minimalism: Computer

This weekend will be a short break from all current projects. I was always a fan of minimalism, a reason why I always liked the blog posts of Leo at Zen Habits. I applied the minimalism concept in nearly every part of my work live, but not in my life in general. Which means, in my working environment, my apartment, my kitchen, and my computer.

So the goal of this weekend is to completely clear out my apartment and everything that is inside of it.


Computer

As I am a nerd I started with cleaning out my computer. Streamlined many workflows, fixed all these annoying small windows things that pop up from time to time, tidied up my files, etc. Here are some concepts that could be useful for you too.

Launchy
Many of you may already know Launchy, its a simple keystroke launcher that lets you start up applications and many more. Well especially the “many more” part is where it gets interesting. Just hit ALT+Space and get going.

  • Dictionary. You can add any web service to Launchy, for me its especially useful to look up German to English translations.
  • Calculator. Well.. a calculator. I used to fire up google.com for small calculations, kinda annoying ;)
  • OneNote navigation. Really cool tip for OneNote freaks. Just add your notebook folder to the Launchy Catalog and you can instantly access your notebook tabs by typing their names in Launchy.
  • Folder navigation. Well I use to have a reference folder, kind of an archive with all my books, private pictures, research information, etc. I added this folder to the Launchy catalog so I can just find what I need by typing it into Launchy.
  • Remember the milk. The people at lifehacker have gathered some scripts to instantly add tasks to your remember the milk task list.
  • Timer. As I am using timers to control my workflow I was always searching for a nice and simple timer for windows. Manticoro created one for Launchy and its the best I have ever used. Just enter “timer 50min” into Launchy and you’re done.

Well.. using a new tool does not seem very minimalistic at the first look. But in fact its one of the most minimalistic tools you can use. It’s invisible and gives you what you want instantly without any organizational effort.

With Launchy I was able to ditch most of my shortcuts to access my applications and never have to touch the cluttered start menu again.

Google Mail and Calendar
I am using both of them for years now. I have a chrome application shortcut to both of them in my start menu so I can quickly access them via Launchy. But its a bit too cluttered for my taste. So I found some pretty user styles.

GMail Professional Skin which removes some of the unnecessary elements from GMail. And Mini Google Calendar which lets you maximize the calendar view by pressing ‘u’ and looks pretty awesome.

Read It Later
I often stumble over articles or interesting videos that distract me from my current work. Instead of saving bookmarks or waste my productive time on reading I store these kind of articles via Read It Later. It’s just one single click and I can read all the stored articles later in my free time. Which is really fun with the matching Digest Application.

Browser
I made my new tab page empty. The chrome speed dial page is really useful but has a huge disadvantage. Every time I open a new tab I get a full list of my favorite time-wasting social networks and websites. I don’t want to be reminded of these. So to hell with that speed dial page.

I also removed all reminder applications for E-Mail, Twitter, Facebook, etc. I don’t need these.

Files and Folders
Most of my files are inside of my Dropbox. But navigating to these folders can be really annoying, especially in crappy “Save To” Dialogs. So I just used the Link Shell Extension to add some junctions to important folders onto my Desktop. Another really useful creation is the Inbox folder (Thanks for that idea Ollie!) which is the target for all my downloads and any file I am going to work with. As with any other GTD System Inbox it is going to be emptied once a day and thus prevents cluttered download folders and “lost” files.

Ditching unused applications
Well if you’re like me.. you try out some new applications and tools from time to time. But after some months you can gather a whole bunch of unneeded pieces of software. As the build in software uninstaller of windows sucks like hell I looked for some alternatives.

Absolute Uninstaller is capable of batch uninstalling multiple programs in a row. Just select all the applications you don’t need and hit uninstall. Well you still have to confirm some software uninstallers, but it still saves you so many, many annoying clicks.

Well…

Looking through this list it looks like I added more to my workspace instead of removing things. But I think it still goes well with the core idea behind minimalism: Reducing friction, clutter and improving focus.

I removed a lot of friction from my workflows, removed clutter and prevented new clutter from being created. Even if it means adding one or two applications.

Well this is very colorful mix of ideas and tools, maybe someone will find this useful. If you have any idea to add, you’re very welcome!

by Dennis at7:11 PM under uncategorized (Comments)


March 31, 2010

Gruppe Gesellschaftskritik

gruppe.gesellschaftskritik

Das internationale Recht, Israel und der Nahostkonflikt

Es gibt Banalitäten, die gerade von Leuten nicht gerne eingestanden werden, die zwar die negativen Seiten dieser Welt durchaus sehen, Staat und Kapital aber für eine Naturgegebenheit halten und deshalb über moralisierende Kritik nicht hinaus kommen. Eine davon ist zum Beispiel, dass im Konflikt zwischen Staaten (oder sich in Gründung befindenden Staaten) die Gewalt entscheidet. Anders als innerhalb des Staates kann es zwischen Staaten keine rechtlichen Regelungen geben und dies deshalb, weil es keinen Weltsouverän gibt, der diese Regelungen durchsetzen und sanktionieren könnte.  Das internationale Recht beruht dann auch nur auf Freiwilligkeit und ist damit im Normalfall ein zahnloser Tiger, dem sich schöngeistige linke und rechte Friedensfreunde verschreiben, die Frieden unter Voraussetzungen fordern, unter denen er nicht möglich ist. Denn das Kapital braucht den von Territorium zu Territorium nach Geschichte und Ideologie verschiedenen Staat, der den gleichen und freien Warentausch durchsetzt, garantiert und Verstöße dagegen rechtlich sanktioniert. Das global durchgesetzte Kapitalverhältnis, setzt eine Welt von verschiedenen Staaten voraus und genau dies verunmöglicht einen weltweiten Frieden. Der bewusstlose Anhänger dieser Weltordnung, der es zwar anders haben möchte, aber über die Proklamation des internationalen Rechts nicht hinauskommt, erblickt dann auch in Israel den Saboteur der eigentlich friedlichen Weltordnung. In diesem kleinen Staat, der sich aufgrund der Aggression von außen dem Internationalen Recht widersetzen muss, um überleben zu können, wird eine Art Verschwörung gegen den Frieden und das internationale Recht erkannt.
Umgekehrt wird dieser zahnlose Tiger Namens internationales Recht, wenn es regelmäßig gegen Israel in Anschlag gebracht wird, zur reißenden Bestie. Würden die Vorgaben des internationalen Rechts durchgesetzt, wäre es wohl auch das Ende der israelischen Staatlichkeit.
Das im Nahostkonflikt eigentlich ausschließlich Israel zum Adressat der Forderungen wird, hat neben den oben schon beschriebenen Gründen auch folgende: Israel wird als der aktive Part in der Auseinandersetzung wahrgenommen. Denn seit 1967 stand Israel im Bild der Öffentlichkeit nicht mehr als David dem Goliath „Arabische Liga“ gegenüber, sondern der nach nationaler Unabhängigkeit strebenden palästinensischen Nationalbewegung und diese übte einige Faszination auf Intelligenz und Jugend in Westeuropa aus. Zum zweiten wird aufgrund des internationalen Rechts und einer sehr kreativen Interpretation der UN-Sicherheitsrat Resolution 242 von 1967 gegen Israel mit dem Argument des illegalen Siedlungsbaus zu Felde gezogen. (Kritik dazu GGK)
Aktuell sorgt Israel negativ für Schlagzeilen, weil es sich entgegen dem internationalen Recht, herausnehmen würde „Siedlungen“ im arabischen Ost-Jerusalem zu errichten. Dass große Teile Ost-Jerusalems nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948 von Jordanien arabisiert wurden und Israel diesen Teil Jerusalems nur aufgrund eines Angriffskrieges der arabischen Nachbarn 1967 zurückeroberte, interessiert dabei außerhalb Israels niemand, am wenigsten die selbstgerechte europäische Öffentlichkeit, die mit ihrer Rede vom arabischen Ost-Jerusalem schon ihre Parteilichkeit anzeigt. Geradezu empört zeigt sich die schreibende Zunft dagegen, wenn Netanyahu den für Israel selbstverständlichen Satz, „In Jerusalem zu bauen, ist wie in Tel Aviv zu bauen“, ausspricht. Seit 1837 gibt es in Jerusalem eine jüdische Bevölkerungsmehrheit. 1967 wurde diese Stadt in einem Verteidigungskrieg erobert und ist zudem die heiligste Stadt des Judentums. Wer von Israel fordert, einen Teil dieser Stadt aufzugeben, bezeugt nur sein Desinteresse, die israelische Position überhaupt verstehen zu wollen.
Weil nun aber Israel als jener Part in der Auseinandersetzung gesehen wird (ob dies an der antisemitischen Vorstellung der jüdischen Allmacht oder einfach nur der selektiven Wahrnehmung geschuldet ist bleibt unbeantwortet), von dem der Friede abhängt und der ihn verhindert, kommt der eigentliche Grund des Nahostkonflikts, der auch nicht als ein Konflikt zwischen beliebigen Staaten betrachtet werden kann, nicht zur Sprache – der islamische Dhimmi Status und der islamische Antisemitismus.
Der Grund warum zuerst die zionistische Bewegung und dann Israel von den Muslimen abgelehnt wurde und wird, ist nicht sein konkretes Handeln, sondern der Umstand, dass mit Israel ein Staat auf islamischen Boden entstanden ist, auf dem es sich die Juden herausnehmen, dem diskriminierenden Dhimmi-Status des Islam zu ignorieren. Als so genannte Schutzbefohlene (Dhimmis) gelten Angehörige der Buchreligionen nur so lange, wie sie sich dem diskriminierenden Status fügen. Schon die Forderung nach Gleichheit wird dann zum Verstoß gegen die Regelung, die den prekären Schutz in Verfolgung auflöst. Robert S. Wistrich, der an der hebräischen Universität in Jerusalem lehrt und sich mit dem islamischen Antisemitismus auseinandersetzt, verrät im Interview mit Mathias Schütz einiges interessantes über den Dhimmi Bestimmung:

„Im Prinzip besagt sie, dass, solange die Juden und Christen die Überlegenheit und die Herrschaft des Islam anerkennen, sie innerhalb diskriminierender Gesetze geduldet werden. Ich denke, die ahl al-dhimma, der Pakt, der die Juden und Christen unter islamischer Herrschaft „beschützte“, ist paradoxerweise eine der Erklärungen dafür, warum der Antisemitismus im Islam lange Zeit zurückhaltender gewesen ist. Der Pakt bot einen gewissen Schutz, aber er definierte den Status der Juden als untergeordnet, minderwertig.“

Hinzu kommt der islamische Antisemitismus, der seine Wurzeln im Koran hat und über den Wistrich zu berichten weiß:

„Am Anfang dieses neuen monotheistischen Glaubens steht eine starke Feindschaft gegen die Juden, und natürlich hat das einen sehr großen Einfluss auf die islamische Zivilisation, insbesondere im heutigen Kontext des radikalen und militanten Islam.“

Über die schlecht Lage der Juden in Jerusalem, Mitte des 19. Jahrhunderts wusste Karl Marx zu berichten:

„Nichts gleicht aber dem Elend und den Leiden der Juden in Jerusalem, die den schmutzigsten Flecken der Stadt bewohnen, genannt Harêth-el-Yahud, im Viertel des Schmutzes zwischen Zion und Moria, wo ihre Synagogen liegen; sie sind unausgesetzt Gegenstand muselmanischer Unterdrückung und Unduldsamkeit, von den Griechisch-Orthodoxen beschimpft, von den Katholiken verfolgt und nur von den spärlichen Almosen lebend, die ihnen von ihren europäischen Brüdern zufließen.“ (Karl Marx: Die Kriegserklärung – Zur Geschichte der orientalische Frage)

Der schon religiös bereitete Boden für den Antisemitismus im arabischen Raum wurde dann schon im 19. Jahrhundert mit der europäischen antisemitischen Literatur  komplementiert. Anders als Liberalismus, Aufklärung oder Kommunismus zeigte sich der Antisemitismus geradezu als europäischer Exportschlager in den arabischen Raum.
Die Dhimmi Bestimmung und der islamische Antisemitismus wurden in Kombination mit einer Re-Islamisierung der arabischen Massen und der Ausschaltung der säkularen Gegner im Verlauf der Gründung des Staates Israels zu unüberwindbaren Mauern, die jeglichen Kompromiss, der im Falle eines Streites um bloße Staatsgrenzen möglich wäre, verhinderten. Für die islamische Seite gibt es im Falle der Juden und Israel nur die Möglichkeiten der Unterverwerfung unter die Gesetzte des Islam oder die Verfolgung. Als die ersten zionistischen Einwanderer dies nicht befolgten, folgten schon 1920 Pogrome an Juden in Jerusalem. Und zwanzig Jahre später kam es zur Zusammenarbeit des Großmuftis von Jerusalem mit den Nationalsozialisten, gemeinsam hatte man sich das Ziel der Vernichtung des Judentums in Palästina und der ganzen Welt gesetzt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs verfolgten die islamisch geprägten Organisationen dieses Ziel weiter – bis heute. Und unter diesen Voraussetzungen verlangt man von Israel Zugeständnisse.

Literatur:
Bernard Lewis: Die Juden in der islamischen Welt, München 2004
Yaacov Lozowick: Israels Existenzkampf, Hamburg 2006
Léon Poliakov: Vom Antizionismus zum Antisemitismus, Freiburg 2006
Gerhard Scheit: Der Wahn vom Weltsouverän, Freiburg 2009
Robert S. Wistrich im Interview mit Mathias Schütz: „Ein orginär islamisches Produkt“, Prodomo 12/09


by ggkritik at7:39 AM under uncategorized (Comments)


March 25, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Early Riser Challenge Day #3 and #4

Well Day #3 was a total failure. I overheard my netbook playing music and slept until 9am. Why? Well I think of two reasons. My netbook volume was lower than usual, actually too low. And I was climbing the evening before, which means that I was physically exhausted.

Well the first one can be solved, the second one… I just have to remind myself of it in the evening. When I had physical exercise in the evening, I need to take special care of my evening ritual, getting to bed soon and so on.

But well, I have this rule. Missing one day – may happen. But never miss two days! So Day #4 was a success. I woke up at 5:30am, half an hour before my alarm should go off. I must confess that I had my doubts if I will make it today because I was 90 minutes to late in bed yesterday. But it reminded me of my sleep phase rhythm. I always should try to sleep in fractions of 90 minutes. So 6 or 7.5 hours is perfectly okay. But never 7 or 8.

What about you? Have you discovered a similar pattern in your sleep?

Good luck with your last two days of the challenge!

by Dennis at5:43 AM under uncategorized (Comments)


March 23, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Building a Morning Ritual

Seth just posted Part 3 of the Early Riser Challenge at Stepcase Lifehack. It is about morning rituals which reminded me that I totally have forgotten mine. The article is definitely worth reading, and I would like to add some tips on how to build this ritual

A friend of mine once told me about the Wake Up Productive Program where a morning ritual is a critical part of the program. The goal of the morning ritual is to make you strong enough to tackle a successful day, and you can to this by refreshing and recharging the three key areas of life. 

Physical

Add some time in your morning ritual to recharge your physical power. A balanced breakfast, personal hygiene, etc. I think this is pretty obvious. For myself a warm shower is the best way get my physical power refreshed.

Emotional

How can one refresh the emotional parts of brain? Well in Wake Up Productive is said that physical exercise does the trick. That sounds kind of strange at first but I tried this during emotional tough times and it helped me a lot. I found out that for me a short morning run works the best for me. I can breathe the fresh air in the morning and get my blood circulation flowing.

Logical

You also may want to add some elements to clear you logical mind. To calm down and start your day focused on what is important. I used to this by 20 minutes of meditation in the morning. But I found out for myself that the concept of morning pages works for me a lot better. Writing down three pages of braindump in the morning helps me to sort out my thoughts, review the last day and get myself focused on the coming day. You may want to have a look at 750 Words which is a really motivating way to achieve this.

This evening I will build myself a new morning ritual and by tomorrow start doing it. Thanks Seth for reminding me.

by Dennis at12:47 PM under uncategorized (Comments)


Early riser challenge Day #2

Hey there!

After yesterday was really hard to get up 6am it almost seemed natural today. I was surprised by myself, I was even awake before the alarm went off.

Here is another tip I found useful in addition to the ones of Sunday

Leave the window open

Well it depends on the time you want to get up and where you live. But at about 5:30am the birds here are starting to sing in the morning. As some birds start sooner than others you will be gently pulled out of your sleep.

Good luck to everyone on the challenge! And a big YAY! everyone who made it today!

by Dennis at7:01 AM under uncategorized (Comments)

March 20, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Lifehack Challenge: Become An Early Riser In 5 Days

I just signed in for the Challenge at Stepcase Lifehack. My target time for next week is 6am.

During the past weeks I got myself to wake up at 7am, so hopefully getting up at 6am will not be that much of a difference.
Here are some hacks I want to try next week (I already have implemented some of  them):

  • Leave the curtain open. The rising sun will help me getting up.
  • Lock out my cats. Well yes, I love them. But they are very nocturnal, so during the first days I will not let them into my bedroom.
  • Use my netbook to wake me with some music.
  • Immediately start  writing after getting up. There is not much resistance in taking the music playing netbook and start writing my morning pages. But writing will provide me with a whole bunch of awareness, which means I will not get to sleep again.
  • And most important and most trivial: Get to bed soon. I need my 7-8 hours of sleep. So at 10 pm I will prepare myself to get to bed.
  • Even if I cannot go to bed that soon. Get up at 6am and take a nap in the afternoon.
  • I get this dizzy feeling in the morning when I am messing with my sleeping rhythm. A morning run will help there, and it will feel great at 6am.

Well maybe this will help someone in the challenge too. I will keep you updated about my experiences!

Regards,

Dennis

by Dennis at7:06 AM under uncategorized (Comments)


March 14, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Simple Build System

Hey there,

I needed some kind of build tool for building c/c++ projects on windows and linux. My requirements are:

  1. Easy to maintain
  2. KISS (Keep it simple, stupid!)
  3. Dependency Managment
  4. Multiple Projects
  5. Dependencies between Projects
  6. Works with Visual Studio on Windows
  7. Works with make on Linux

Nearly all of the requirements are met by CMake. In fact with some hacking all of them were met, except two: KISS and easy to maintain.

Of course a build tool is a complex system, but there are some key tasks that are required over and over again. They don’t have to be that complicated.
So I hacked some macros for CMake to make these tasks a little easier to do and much more simple:

A minimal executable

cmake_minimum_required(VERSION 2.8)
include(SimpleBuildSystem.cmake)

project(TestProject)
Executable(
    NAME Test
    SOURCEDIR src
)

All c and cpp files in the src directory are compiled into the executable Test. h/hpp/inl files are also added to the visual studio project files. Of course you can customize which file extensions should be used. You can also use custom GLOB expressions for source files.

Executable(
    Test
    SOURCES src/*.cpp src/util/*.cpp
)

A minimal library

Well.. just the same as above. But you can define source and include directory separately.

Library(
    NAME Commons
    SOURCEDIR Commons/src
    INCLUDEDIR Commons/include
)

Inter-project dependencies

I always found it annoying to manage libraries that are build in the same project. I like to separate my code into multiple libraries for modularization, and handling all the include paths and linker settings was annoying. So I made it the KISS way:

Executable(
    NAME Test
    SOURCEDIR src
    DEPENDENCIES Commons
)

Links the above Commons library to the executable and also adds the include path.

External dependencies

CMake already has a nice system to handle dependencies. Well I just made it a bit more simple for my needs. I usually only need to define required libraries, maybe including a version.

Require(Boost 1.38.0)
Require(OpenGL)

Is all it needs to let CMake search for the libraries and setup include and library paths. To link an external library to the executable just add it to the DEPENDENCIES.

Executable(
    NAME Test
    SOURCEDIR src
    DEPENDENCIES Commons Boost OpenGL
)

Dependencies of dependencies

Well I found it nice to have libraries also be able to define dependencies. When the Commons library depends on OpenGL it definitely has to be linked with any executable using Commons. Well, it does.

Library(
    NAME Commons
    SOURCEDIR Commons/src
    INCLUDEDIR Commons/include
    DEPENDENCIES OpenGL
)
Executable(
    NAME Test
    SOURCEDIR src
    DEPENDENCIES Commons Boost # Will also link OpenGL
)

Nice output

Jep! I am a design freak. I tweaked the output of the configure process to be more informative and clear.

----------------------------------------
- Searching dependencies
----------------------------------------
 * Boost: Found at C:/Program Files/boost/boost_1_40
 * GL: Found at C:/Program Files/Microsoft SDKs/Windows/v6.0A/Include
 * GLU: Found at C:/Program Files/Microsoft SDKs/Windows/v6.0A/Include
 * GLUT: Found at C:/Users/Dennis/My Dropbox/Workspace/AdvancedRendering/Dependencies/include
 * GLEW: Found at C:/Users/Dennis/My Dropbox/Workspace/AdvancedRendering/Dependencies/include
----------------------------------------
- Library: Commons
----------------------------------------
Number of source files: 1
Number of header files: 3
Dependencies:
  * Boost		OK
----------------------------------------
- Executable: Demo
----------------------------------------
Number of source files: 2
Number of header files: 2
Dependencies:
  * Commons		OK
    * Boost		OK
  * GL		OK
  * GLU		OK
  * GLUT		OK
  * GLEW		OK

Find scripts

CMake needs simple scripts to search for specific libraries. There are many shipped with cmake, but well sometimes you need to write your own. Well, I found that a bit too complex for my need too, so I made another macro.

include(AutoFindPackage)

AutoFindPackage(
    Name GLEW
    IncludeFiles gl/glew.h # List include files to search for. All need to be found.
    LibraryNames glew32 GLEW # List library names. Just one needs to be found.
)

Well, does not work with all libraries, but for a whole bunch of them it is just enough.

Feedback?

Well… I am starting to like my system and use it in my current projects. Still not ready for productive usage, especially because I have not yet made any tests on linux systems ;). But I like the concept. What is your opinion? Any suggestions, does it seem useful to you?

Regards,
Dennis

by Dennis at8:06 PM under uncategorized (Comments)


March 7, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Moove Eröffnung

Heute hat in Aachen eine Boulderhalle eröffnet und ich hab die Gelegenheit mal genutzt ein paar Photos zu schießen. (Und selbst zu Bouldern, die Halle ist echt klasse!).
Ich habe gerade 700 Photos aussortiert und 50 davon ausgewählt und mir raucht der Kopf, daher fass ich mich einfach mal kurz.
Meine Favoriten gibt es hier, alle weiteren Photos findet ihr bei Flickr.
Wie immer würde ich mich sehr über Feedback freuen! :)

DSC_0267.jpg

DSC_0278-2.jpg

DSC_0361-2.jpg

DSC_0378-2.jpg

DSC_0400-2.jpg

by Dennis at9:23 PM under uncategorized (Comments)


February 17, 2010

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Dennis Kempin

Fuel to Fire Konzertphotos

Ich war grad auf nem Konzert von Fuel to Fire im Aoxomoxoa! Die Band war richtig klasse, hat gut Stimmung gemacht und mich ein paar Photos schießen lassen. Okay, ein paar ist gut. Es sind ganze 320 Photos geworden ;).

Das ganze war jedoch alles andere als einfach. Im Aox gab es nur zwei Scheinwerfer die zusammen ein wunderschönes rosarot auf die Band geworfen haben. Hat ne coole, düstere Atmosphäre geschaffen, jedoch für Photos verdammt ungünstig. Sogar die Technik im Hintergrund war stärker beleuchtet.

Mit meinem alles andere als lichtstarken Kitobjektiv (F/5.3 auf 55mm) war da ohne ISO3200 und höher leider nichts zu machen, daher sind die Bilder ziemlich stark verrauscht. Leider konnte ich auch nur den Sänger und Lead Gitarristen ordentlich drauf kriegen, die anderen Bandmitglieder standen zu sehr im Schatten.

Die Photos habe ich in RAW geschossen und war fürchterlich frustriert als ich die Bilder auf den PC geladen habe. Es sah einfach grausig aus, und ich hätte nicht gedacht, dass man da noch was retten kann.

DSC_0016.jpg

Aber nach einigen basteleien und einem ordentlichen Weißabgleich hab ich doch ein paar recht ansehnliche Photos rausgeholt. Alles andere als qualitativ hochwertig, aber dennoch recht stilvoll finde ich.

Hier meine Favoriten:

DSC_0016.jpg

DSC_0301.jpg

DSC_0078.jpg

Die restlichen Photos findet ihr in dem Flickr Album.
Nochmal ein Danke an die Band! War echt ein geiles Konzert!
Für Feedback und Ratschläge bin ich natürlich gerne zu haben!

Dennis

by Dennis at12:34 AM under uncategorized (Comments)


February 13, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Flash diffuser

I was kinda bored while visiting my parents, so I thought I could hack myself some kind of flash diffuser using some stuff from the kitchen.

DSC_0089

DSC_0088

Yeah, now that looks crappy. But hey, it works!
this is a picture using the builtin flash, and below the same picture taken with the hacky diffusor.

With builtin flash

With hacky diffusor flash

And yes. I was really bored ;)

Btw! The flash I used for this hack is an really old one from Canon. My Nikon D5000 does not recognize it, but well it still triggers the flash. This has a really cool advantage for me. If I am using the continuous release mode, the flash has not recharged after the first shot and I get one shot with and one without flash. I think this could be useful to smooth some of the hard highlights while using a flash.

Edit: Well… indirect flash still leads to the best results.

DSC_0095

by Dennis at5:58 PM under uncategorized (Comments)


February 10, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Pictures of Hati&Skalli

I just took some pictures of Hati and Skalli to get familiar with manual focusing. Both shots are taken at ISO400 and F/5.6 aperture in RAW and JPEG format.

These are the original JPEG pictures:

Hati unprocessed Skalli unprocessed 

Both pictures are nice, i think. But they are missing some fine tuning. The first one has a touch of blue while the second one has a more reddish one. Both were fixed to get a nice and clean white look on the fur.

I also used the adjustment brush to dim the background and get some more focus on the cats. And at last the eyes got some special treatment, a little push in brightness and saturation so they gain some more clarity and color.

That’s it. Here are the results:

Hati Skalli 

So long…
Dennis

by Dennis at5:37 PM under uncategorized (Comments)


February 5, 2010

Dennis Kempin's Blog

Dennis Kempin

Light Graffiti

I just got my first tripod and wanted to experiment with light graffiti. The tripod is a cheap 25€ one which is amazingly stable for the price.

So I just made this picture. I chose an shutter speed of 10 seconds and exposure measurement suggested an F/14 aperture. Time enough to jump in with a small flashlight and start painting light into the air.

DSC_0057

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by Dennis at5:44 PM under uncategorized (Comments)


December 19, 2009

Gruppe Gesellschaftskritik

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Blut und Boden: Der Palästina Mythos und die vermeintlich illegalen Siedlungen

In der internationalen Betrachtung des Nahostkonflikts dominiert seit Jahren vor Allem ein Thema: Das der sogenannten Siedlungen. Zum Standardrepertoire eines jeden Berichts über die jüdischen Nachbarschaften, Dörfer und Städte im Westjordanland gehört auch stets die Behauptung, es handle sich dabei um “illegale Siedlungen”, da sie gegen internationales Recht verstossen würden. Erst kürzlich bemüßigte sich auch die Europäische Union diese Darstellung in ihrer neueste Resolution als vermeintliches Faktum wiederzugeben. Doch was meist unhinterfragt als gesicherte Tatsache vorgegaukelt wird, stellt sich in Wirklichkeit vollkommen anders dar.

weiterlesen auf Friends of Israel.


by ggkritik at9:34 AM under uncategorized (Comments)


K wie Klassenkampf

Ersterschienen in CEEIEH #171. Veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis des Autors.

Vorbemerkung:
Wenn im Folgenden Text von „Klasse“ im Allgemeinen und „Arbeiterklasse“ im Besonderen die Rede ist, hält sich der Autor an die von Karl Marx am Ende des Dritten Bandes des Kapitals entwickelten Definitionen von Klasse. Damit grenzt sich dieser Klassenbegriff auch von den heute in der Sozialwissenschaft gängigen ab. Dort wird Klasse über das Einkommen, Lebensstandard oder subjektiv über die eigene Selbstwahrnehmung definiert. Karl Marx verficht dagegen eine Klassentheorie die die Klassenzugehörigkeit nach der Stellung im Produktionsprozess bestimmt und das liest sich wie folgt:

„Die Eigentümer von bloßer Arbeitskraft, die Eigentümer von Kapital und die Grundeigentümer, deren respektive Einkommensquellen Arbeitslohn, Profit und Grundrente sind, also Lohnarbeiter, Kapitalisten und Grundeigentümer, bilden die drei großen Klassen der modernen, auf der kapitalistischen Produktionsweise beruhenden Gesellschaft.“ (Karl Marx 2008, S. 892)

Klasse und Kampf

Klassen- und Revolutionstheorien sind wieder en vouge. Zwar zieht es der Großteil der Linken auch heute noch vor, sich ohne viel Theoriearbeit die jährliche Niederlage bei einem Wirtschaftsgipfel abzuholen, doch entstanden gerade in den letzten Jahren wieder einige Gruppen, die im Klassenkampf oder Klassenkonflikt einen Hebel zur Überwindung des Kapitalismus sehen.
Auch in der traditionellen marxistisch-leninistischen Debatte wurde der zwischen Kapitalisten- und Arbeiterklasse herrschende Klassenkonflikt als eine historische Veränderungen herbeiführende Kraft dargestellt. (vgl. Moishe Postone 2003, S. 476).
Neben diesen traditionellen marxistisch-leninistischen Gruppen und Parteien aus Vergangenheit und Gegenwart, entdeckten aber eben auch theoretisch versierte Zusammenhänge wie die Gruppe „Eiszeit“ aus Zürich oder die „Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft“ die Arbeiterklasse wieder als revolutionäres Subjekt für sich. Diese Gruppen sehen sich selbst oft in einer rätekommunistischen Tradition.

Rätekommunistische Gruppen bildeten sich in den 1920er Jahren als Reaktion auf den Verlauf der Revolution in Russland und das Agieren der proletarischen Massenparteien im Westen.
Kritik an dieser Form der parlamentarischen Arbeiterparteien wie SPD und KPD gab es schon früh und immer wieder spalteten sich Organisationen ab, welche die realpolitischen Forderungen der Parteien und Gewerkschaften kritisierten. Diese dissidenten Gruppen scheiterten entweder oder – wenn sie größer wurden – bildeten sie die gleichen Merkmale aus, die schon die Organisationen hatten, von denen sie sich anfangs lösten und die sie kritisierten (vgl. Max Horkheimer 2003, S. 297).
Nun sind die oben genannten Gruppen keine Abspaltungen der großen Arbeiterparteien unserer Tage, die es in der damaligen Form heute sowieso nicht mehr gibt, sondern meistens Leute aus linksradikalen Zusammenhängen, in denen früher durchaus die Kritische Theorie rezipiert wurde. Sie könnten sich also der Unmöglichkeit ihres Unterfangens bewusst sein. Statt dessen setzen sie auf ein revolutionäres Subjekt und glauben es in der Arbeiterklasse gefunden zu haben; einer Klasse, die sich schon lange nicht mehr so revolutionär gibt.

Da dies aber bedauerlich ist und eine revolutionäre Arbeiterklasse, die wirklich mit dem Kapitalismus Schluss machen könnte, zu begrüßen wäre(1), muss zum einen auf die Fehler dieser Klassentheoretiker eingegangen und zum anderen auch geklärt werden, warum und ob die Arbeiterklasse revolutionär war bzw. ist.

Diese Fehler, welche später im Text ausführlich dargestellt werden, sind nun folgende: Erstens, eine revolutionäre Arbeiterklasse oder ein über den Kapitalismus hinaus weisender Klassenkampf kann nicht aus dem Kapitalismus oder seinen Widersprüchen abgeleitet werden. Dies scheint zumindest den „Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft“ bewusst zu sein, doch bleiben die Träger der möglichen Revolution weiterhin die Arbeiter, auch wenn versichert wird, man halte sie nicht für das revolutionäre Subjekt(2). Zweitens, gab es zwar Phasen in der Geschichte in denen das Proletariat revolutionär war, dies hatte aber historische und keine strukturellen, aus der Klasse ableitbaren Gründe. Drittens ist die Integration der deutschen Arbeiterklasse in die Volksgemeinschaft, die sich spätestens am 1. Mai 1933 vor aller Augen vollzog, nicht spurlos an ihr vorbei gegangen. Und abschließend viertens: der Kommunismus hat die (Selbst)Aufhebung der Arbeiterklasse zur Voraussetzung. Also wäre es kontraproduktiv, die Agitation auf die Herstellung von Klassenbewusstsein auszurichten, wo doch ein Bewusstsein gegen die Klasse gefragt wäre. Auch wenn sich die bereits genannten Gruppen auch größtenteils darüber im Klaren sind, wird dieses Problem einfach mit einem Trick gelöst: Klassenbewusstsein sei jenes, dass sich gegen die Klasse richte.
Die richtige Einsicht der Klassentheoretiker aber, dass der Kapitalismus eine Klassengesellschaft ist, die überwunden werden muss, steht hier nicht zur Diskussion.

1. Klassenkampf und seine Ableitung aus der Kritik der politischen Ökonomie

Nachdem Marx unter der Überschrift „Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis“(3) (Karl Marx 2007, S. 85-98) herausstellt, warum sich der Zwang der stummen Verhältnisse klassenübergreifend als allgemeiner Verblendungszusammenhang darstellt, ist es nicht verwunderlich, dass der Arbeiter, den Marx im achten Kapitel dem Kapitalisten beim Streit über die Länge des Arbeitstages gegenüberstellt, mit Argumenten aufwartet, die keineswegs über den Kapitalismus hinaus weisen, sondern ganz im Gegenteil, ihren Anteil am Fortbestand desselben haben. „Du und ich kennen auf dem Marktplatz nur ein Gesetz, das des Warentausches.“ (ebd. S. 248) lässt Marx den Arbeiter sagen. Auch das Recht auf den Konsum der Ware Arbeitskraft liege aufgrund des Kaufes auf Seiten der Kapitalisten, aber, so schränkt der Arbeiter ein, durch den täglichen Verkauf müsse er die Arbeitskraft auch täglich reproduzieren um sie dann auch wieder verkaufen zu können.
„Dir gehört daher der Gebrauch meiner täglichen Arbeitskraft. Aber vermittelst ihres täglichen Verkaufspreises muss ich sie täglich reproduzieren und daher von neuem verkaufen können. Abgesehen von dem natürlichen Verschleiß durch Alter usw., muss ich fähig sein, morgen mit demselben Normalzustand von Kraft, Gesundheit und Frische zu arbeiten, wie heute. (…) Ich will wie ein vernünftiger, sparsamer Wirt mein einziges Vermögen, die Arbeitskraft, haushalten und mich jeder tollen Verschwendung derselben enthalten.“ (ebd., S. 248) Der Arbeiter argumentiert mit dem Gesetz des Warentausches gegen den Kapitalisten. „Du zahlst mir eintägige Arbeitskraft, wo du dreitägige verbrauchst.“(ebd., S. 248) Wie der Verkäufer der Ware Arbeitskraft daran interessiert ist, seinen Arbeitstag so kurz wie möglich zu halten, ist der Käufer der Ware Arbeitskraft daran interessiert, den Arbeitstag bis zu den physischen Grenzen des Arbeiters zu verlängern.
Dies sei gegen die Vereinbarung und der Arbeiter fordert mit Recht den Normalarbeitstag ein. Daher kommt bspw. Moishe Postone zu dem Schluss, dass der Klassenkonflikt durch „die gesellschaftlichen Formen der Waren und des Kapitals strukturiert und in sie eingebettet“ ist. (Moishe Postone 2003, S. 474)(4)
Polemisch könnte man auch behaupten, hier werde in weiser Voraussicht schon kritisch das Vorgehen von Gewerkschaften und sozialdemokratischen Parteien (zu denen auch die kommunistischen Parteien zu zählen wären) im 19. und 20. Jahrhundert dargestellt. Keinesfalls aber kann aus diesem Klassenkonflikt eine systemüberwindende Perspektive abgeleitet werden.

Um nun wirklich Kontrolle über ihre Ware Arbeitskraft auszuüben, ist aber ein kollektives Handeln der Arbeiter in Form von Streiks oder ähnlichem nötig, mit dem dann, wie im„Kapital“ beschrieben wurde, eine gesetzliche Beschränkung des Arbeitstages erkämpft werden kann. Diese Begrenzung des Arbeitstages hat dann aber wieder einen modernisierenden Effekt auf den Kapitalismus und der Übergang von der Produktion des absoluten zum relativen Mehrwert(5), kann zum Teil aus dieser Entwicklung erklärt werden. Natürlich beschränken sich diese Klassenkonflikte nicht nur auf das Gebiet der Länge des Arbeitstages, sondern auch auf andere Bereiche wie z.B. Intensität des Arbeitsprozess, Arbeitsbedingungen oder soziale Rechte von Arbeitern (ebd., S. 477-480).

2. Die Probleme des gemeinsamen Klassenkampfes und Allgemeines zum
Begriff der Klasse

Der gemeinsame Klassenkampf ist, wie oben schon gesehen, also kein über den Kapitalismus hinausweisender Konflikt. Doch das Klassenbewusstsein ist notwendig, um überhaupt Lohn- und Arbeitskämpfe führen zu können. Doch schon auf dieser nichtrevolutionären Stufe gibt es Probleme, auf die nun eingegangen werden soll.
Adorno entwickelt in seinem Aufsatz „Reflexion zur Klassentheorie“ einen Begriff der Klasse, der sowohl an alten Bestimmungen festhält, als auch veränderte anführt

„Festgehalten: weil sein Grund, die Teilung der Gesellschaft in Ausbeuter und Ausgebeutete, nicht bloß ungemindert fortbesteht, sondern an Zwang und Festigkeit zunimmt.Verändert: weil die Unterdrückten, heute nach der Voraussage der Theorie die übergroße Mehrheit der Menschen, sich nicht als Klasse erfahren können.“ (Adorno 1975, S. 11)

Der Kapitalismus wird von Adorno ganz richtig als Klassengesellschaft erkannt, denn dies ist der Kapitalismus eben auch dann, wenn bei den Angehörigen der jeweiligen Klasse kein Klassenbewusstsein vorherrscht, sie also gar nicht erst wissen, dass sie Teil einer Klasse sind. Warum nun aus der Teilung der Gesellschaft in Ausbeuter und Ausgebeutete kein gemeinsames Bewusstsein der Klasse entsteht, beantwortet Adorno anfangs lapidar damit, dass Konformität ihnen rationaler sei. Er bemerkte dazu, dass das Proletariat nun mehr zu verlieren habe als bloß seine Ketten, denn trotz der Rede von der relativen Verelendung(6), womit noch die letzten Reste der Verelendungstheorie(7) gerettet werden sollten, habe sich der Lebensstandard der Arbeiter im Vergleich zu den Zeiten des „Kommunistischen Manifests“ augenscheinlich verbessert. (vgl. ebd., S. 17) Adorno begnügt sich aber nicht mit dieser Erklärung und versucht „das widersprechende Moment des Klassenbegriffs aufzusuchen“ (ebd., S. 11).

Dieses widersprechende Moment des Klassenbegriffs, werde mit dem Blick auf die bürgerliche Klasse offensichtlich. Was sie zusammenhält gegen die ArbeiterInnenklasse, sei der Schutz des Prinzips des Eigentums. „Die Interessensgleichheit reduziert sich auf die Partizipation an der Beute der Großen, die gewährt wird, wenn alle Eigentümer den Großen das Prinzip souveränen Eigentums zugestehen, das jenen ihre Macht und deren erweiterte Reproduktion garantiert.“ (vgl. ebd., S. 12).
Dies ist nun der Doppelcharakter der Klasse, denn die formale Gleichheit der Klasse hat neben der gemeinsamen Unterdrückung der Arbeiter, auch noch die Funktion, die Kontrolle der eigenen Klasse durch die Stärksten zu gewährleisten. Daher gilt: „so real die Klasse ist, so sehr ist sie selber schon Ideologie“. (vgl. ebd., S. 12-13)
Natürlich gibt es eine ähnliche Konkurrenzsituation auch unter den Angehörigen der Arbeiterklasse (die Konkurrenz um den Arbeitsplatz). Ist die gemeinsame Organisation der Arbeiterklasse notwendig um überhaupt systemimmanente Lohnkämpfe führen zu können, so wird selbst dies durch etliche Bruchlinien hintertrieben (Nation, Geschlecht, Sprache).
Dieser Doppelcharakter der Klasse kann nun aber keine Erosion des Klassenbewusstseins erklären, sondern höchstens allgemeine Probleme des Klassenbewusstseins und des gemeinsamen Kampfes. Dies ist aber zu wenig, wenn der Arbeiterklasse zugestanden wird, zumindest ihrem Selbstverständnis nach, in der Vergangenheit eine revolutionäre Klasse gewesen zu sein.

Max Horkheimer gibt in dieser Frage schon präziser Auskunft und nennt als Bedingung für eine revolutionäre Arbeiterklasse das Interesse an einer befreiten Gesellschaft. Dieses Interesse soll nach Marx und Engels notwendig im Proletariat erzeugt werden, hatten diese doch am wenigsten vom Kapitalismus zu erwarten. Eine Hoffnung, die im 19. Jahrhundert noch durchaus berechtigt war, sich aber im Laufe des 20. Jahrhunderts an sich selbst blamierte (wobei auch schon Marx diese Notwendigkeit nicht aus seiner „Kritik der politischen Ökonomie „ableiten konnte).

Max Horkheimer erkannte, dass auch die Stellung des Proletariats keine Garantie für richtige Erkenntnisse war. Und dies aus mehreren Gründen, so verhinderte die heute noch viel ausgeprägte Differenzierung von sozialen Strukturen ein gemeinsames Bewusstsein, diese ließ eher noch einen Gegensatz zwischen persönlichem und Klasseninteressen entstehen (vgl. Max Horkheimer 1988, S. 187-188).

Wie Marx im Kapital darlegt, nimmt die Zahl der benötigten Arbeiter im Verhältnis zu den Maschinen im Produktionsprozess stetig ab. Dies hat nun aber schwerwiegende Folgen für das organisierte Proletariat: immer weniger von ihnen sind wirklich beschäftigt. Im Proletariat bilden sich daher unterschiedliche Schichten aus, jene, die nur zeitweise beschäftigt sind und solche, die regulär in Arbeit stehen.
Natürlich gab es in der Geschichte des Proletariats immer schon verschiedenste Schichtungen. Trotzdem gab es zu Marxens Zeiten nur eine Schicht, das Lumpenproletariat(8), das im Interessengegensatz zum revolutionären Proletariat stand.
Ansonsten war nicht nur das Interesse an der Aufhebung des Kapitalverhältnisses, sondern auch der Einsatz in der Praxis im wesentlichen der selbe.

Für die Arbeiter, die ewig in der Gewerkschaft organisiert waren und denen ein regulärer Beruf zumindest eine kleine Sicherheit für die kommenden Jahre versprach, konnten Streiks ein ungeheures Risiko darstellen, das sie nicht mehr gewillt waren einzugehen.
Daneben standen aber jene Teile des Proletariats, die auch damals noch, bis auf ihre Ketten, wenig zu verlieren hatten und deren Interesse der Sozialismus war. Diese zwei maßgeblichen Schichten, seien nach Horkheimer aber so weit voneinander entfernt, wie früher die gesamte Arbeiterklasse vom Lumpenproletariat.
Erschwerend kam auch hier noch hinzu, dass die innerstaatliche Repression gegen Streiks die kommunistischen Aufrufe selbst bei den Teilen des Proletariats ungehört verschallen ließ, die am Sozialismus noch festhielten. Zwar erkannten KPD-nahe Klientel die Gesellschaft als schlecht und wollten sie sozialistisch aufheben, doch fehlte es ihnen an theoretischem und praktischem Wissen, um dies durchzusetzen.

Nur am Rand erwähnte Horkheimer, dass es zu einer Fluktuation der Erwerbslosen zwischen kommunistischer und nationalsozialistischer Partei kam. Aber zum Zeitpunkt der Entstehung seines Textes „Die Ohnmacht der deutschen Arbeiterklasse“, hielt Horkheimer dies wohl noch nicht für weiter erklärungsbedürftig.

3. Es war nämlich keine Krise der Klasse, sondern eine Krise ihres Bewusstseins. (Eric Hobsbawm 1994, S. 384)

Noch im 19. Jahrhundert sah sich eine ganz und gar nicht homogene Gruppe von Arbeitskraftverkäufern als einheitliche Arbeiterklasse. Dies hatte laut Hobsbawm mehrere Gründe, zum einen gehörten sie in großer Mehrheit der armen Unterschicht an, zum anderen gab es noch eine klare Klassentrennung, die durch verschiedene Lebens- und sogar Kleidungsstile mit bloßem Auge ersichtlich waren. Universitäre Ausbildung für Angehörige der Arbeiterklasse war damals überdies undenkbar. Auch die Einsicht, dass Arbeitskämpfe nur als organisierte Arbeiterklasse zu gewinnen waren, stärkte das Bewusstsein der Klassenzugehörigkeit, die, dass sei hier am Rande erwähnt, sich in den USA deshalb nicht in der selben Qualität entwickelte, weil den Arbeitern anders als in Europa ein individueller Fluchtweg aus der Klasse offen stand. Ein weiterer wichtiger Punkt war wohl die sich entwickelnde Kultur der Arbeiterklasse, mit ihren eigenen Bildungsvereinen und Freizeitmöglichkeiten. (Vgl. ebd., S. 384-386)

Den Fehler, den nun sowohl die traditionellen Marxisten-Leninisten als auch die neuen Arbeiterkommunisten begehen, ist der, zu glauben, der revolutionäre Charakter der Arbeiterklasse des Neunzehnten/Zwanzigsten Jahrhunderts sei der Stellung der Arbeitskraftverkäufer im Produktionsprozess geschuldet und nicht wie es sich bei nüchternem Blick darstellt, einer anfänglichen Desintegration der Arbeiterklasse zur Zeit der fortschreitenden Industrialisierung, welche zu einem Interesse am Sozialismus führte.
Das ist aber auch der Grund warum es falsch wäre zu behaupten, es habe nie eine revolutionäre Arbeiterklasse gegeben.

4. Das Aufgehen der Arbeiterklasse in der deutschen Volksgemeinschaft

Doch übersieht Hobsbawm in weiterer Folge die Entwicklungen die durch das Aufkommen von nationalsozialistischen und faschistischen Bewegungen angestoßen wurden. Denn die Faschismusanalyse der Komintern, (Kommunistische Internationale) die zwar größtenteils falsch lag, hatte doch in einem Punkt unfreiwillig und auch nur halb recht: der Faschismus richtete sich wirklich gegen die Arbeiterklasse – aber nur solange sie sich als revolutionär verstand. So konnten deren Angehörige in Italien durch korporatistische Zusammenarbeit von Staat, Kapital und Arbeit in den faschistischen Staat integriert werden und auch in Deutschland gingen spätestens am 1. Mai 1933 die Arbeiter bereitwillig in der Volksgemeinschaft auf. Diese idealistische und gleichfalls negative Aufhebung der Klassengesellschaft auf der Grundlage des Kapitals, kann dann auch nicht so einfach am Begriff der Klasse vorbei gehen. Zwar existierten auch im faschistischen Italien wie auch im nationalsozialistischen Deutschland die Klassen objektiv fort, doch für die vom Arbeiter zum Deutschen konvertierten Mitglieder der Volksgemeinschaft hatte die Klasse keine ihre Handlungen strukturierende Bedeutung mehr. Auch nach dem Sieg der Alliierten über Deutschland änderte sich daran wenig, was korporatistische Wirtschaftsmodelle und die geringe Anzahl von Streiks in den post-nationalsozialistischen Staaten beweisen.
Hobsbawm dagegen setzt den Niedergang des Klassenbewusstseins auf das Ende des zweiten Weltkriegs fest, was aber nur für jene Staaten zutrifft, in der die faschistische Option der Krisenbewältigung nicht vollzogen wurde. Für das Ende dieser Entwicklung sind für ihn die Auswirkungen des „Goldenen Zeitalters“, also Massenkonsum und Vollbeschäftigung verantwortlich. (vgl. ebd., S. 386)

5. Ende des „Goldenen Zeitalters“! Anfang einer neuen revolutionären Phase?

Nun aber zu glauben mit dem Ende des „Goldenen Zeitalters“ komme auch das Klassenbewusstsein wieder und mit ihm in der Diktion der Klassentheoretiker auch ein revolutionäres Bewusstseins, ist in vielerlei Hinsicht zu kritisieren. Hört sich derartiges doch sehr nach der vor der Realität blamierten Verelendungstheorie an. Und auch die Identität von Klassenbewusstsein und revolutionärem Bewusstsein ist mit dem Verweis auf das bereits Gesagte abzustreiten.
Ohne Klassenbewusstsein sind nicht einmal einfache Lohnkämpfe möglich und anhand der geringen Streikquote in den meisten europäischen Ländern – vor allem aber in den Nachfolgestaaten des „Dritten Reiches“ – lässt leicht erahnen, dass es mit dem Klassenbewusstsein nicht sehr weit bestellt ist.
Doch Klassenbewusstsein führt lediglich zu gemeinsam organisierten Kämpfen, die aber im Rahmen des Kapitalismus ausgetragen werden. Gemeinsame Erfahrung und Siege in Lohnkämpfen verbessern die Lebenssituation der Arbeiter im Kapitalismus, auch kann daraus die Einsicht erwachsen, dass gemeinsame Kämpfe und vielleicht auch solche, die über den Kapitalismus hinausweisen, zum Erfolg führen. Auf der anderen Seite könnte auch eher das konforme Klassenbewusstsein gestärkt werden. Gewonnene Lohnkämpfe können nämlich den Glauben erhöhen, ein doch ganz gutes Leben im Kapitalismus erreichen zu können.

Auch wenn dies alles überaus pessimistisch klingt: Um nicht nostalgischen Träumereien zu verfallen, ist die Einsicht notwendig, dass die Arbeiterklasse im Moment sicher nicht das revolutionäre Subjekt ist, welches der Menschheit die Freiheit erkämpft.
Wer heute eine befreite Gesellschaft im Sinne des Kommunismus (jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen) erreichen will, muss sich der mannigfaltigen Hürden bewusst sein. Die Rede vom revolutionären Proletariat kann heute zudem als Selbstbetrug bezeichnet werden, der im schlimmsten Fall zum Vorwand wird, nichts mehr über die antisemitischen Massenbewegungen unserer Zeit sagen zu müssen.

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Literatur:

Theodor W. Adorno: Reflexion zur Klassentheorie, in: Gesellschaftstheorie und Kulturkritik, Frankfurt am Main 1975.

Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme, München, Wien 1995.

Max Horkheimer: Autoritärer Staat, in: GS 5: „Dialektik der Aufklärung“ und Schriften 1940-1950, Frankfurt am Main 2003.

Max Horkheimer: Die Ohnmacht der deutschen Arbeiterklasse, in: GS Band 2: Philosophische und Frühschriften 1922-1932, Frankfurt am Main 1987.

Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, Berlin 2007.

Karl Marx: Das Kapital. Dritter Band, Berlin 2008.

Moishe Postone: Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft, Freiburg 2003.

Anmerkungen

(1) Sollte dies in der Zukunft irgendeinmal so sein, hat auch der Autor nichts dagegen, nur jetzt ist es eben nicht so

(2) Vgl. http://www.klassenlos.tk/archiv.php und die Kritik an den 28 Thesen durch das theorie-praxis-lokal frankfurt: http://theoriepraxislokal.org/deb/zu28_thesen.php

(3) Vgl. ABC Artikel „F wie Fetischismus“ in CEE IEH #166 (http://www.conne-island.de/nf/166/14.html)

(4) Postone hält dieser Position entgegen, dass der Klassenkonflikt zwar eine treibende Kraft der historischen Veränderung ist, aber eben nicht wie es im traditionellen Marxismus diskutiert wurde, also im Sinne einer Überwindung des Kapitalismus, sondern im Gegenteil als ein Entwicklungsmotor des Kapitalismus selbst. (Vgl. Moishe Postone 2003, S. 481)

(5) Der dritte Abschnitt des ersten Bandes des Kapitals von Marx beschäftigt sich mit der Produktion des absoluten Mehrwerts. Im darauf Folgenden vierten Abschnitt widmet sich Marx der Produktion des relativen Mehrwert. Vereinfacht: bei der Produktion des absoluten Mehrwert bedient sich der Kapitalist der Ausdehnung des Arbeitstages, der Verkürzung der Pausen oder der Intensivierung der Arbeit. Bei der Produktion des relativen Mehrwerts hingegen, setzt er auf Kooperation oder Maschinisierung um die Produktivität zu steigern.

(6) In den 1950er und 60er Jahren, kam es im Zuge des sogenannten „Wirtschaftswunders“ zu einer allgemeinen Erhöhung des Lebensstandards von dem auch die Arbeiterklasse nicht ausgeschlossen blieb. Um nun aber die Verelendungstheorie fortzuführen, definierte man die Verelendung nun im Verhältnis zum gestiegenen Lebensstandard der Gesellschaft. Der Arbeiterklasse ging es zwar besser, aber im Verhältnis zu anderen Schichten der Gesellschaft verkleinerte sich das Stück vom Kuchen, dass sie abbekamen sogar noch.

(7) Der Kapitalismus erzeugt immer mehr Elend doch dieses Elend erzeugt auch die Empörung der Arbeiterklasse die Schluss macht mit dem Kapitalismus. Einen Ansatzpunkt für diese Theorie gibt es auch bei Marx: „Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagneten, welche alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses usurpieren und monopolisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch der Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse.“ (Karl Marx 2007, S. 790)

(8) Bei Marx und Engels im „Kommunistischen Manifest“ ohne klares Interesse für den Sozialismus im Gegensatz zum Proletariat. Im Text „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ von 1852 wird das Lumpenproletariat bei Marx zur Armee des reaktionären Louis Bonaparte und er selbst zu deren König. (Vgl.http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm)


by ggkritik at9:31 AM under uncategorized (Comments)

November 2, 2009

Gruppe Gesellschaftskritik

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Zum Nachlesen:

Flugblatt der ggkritik, verteilt bei der Demonstration am 25. Juni 2009. Die Befürchtungen von damals haben sich leider bewahrheitet – die Protestbewegung wurde vom Westen verraten und vergessen.

Im Anschluss an die mutmaßlichen Wahlfälschungen durch das iranische Regime, das Machmud Achmadinejad wieder zum Präsidenten machte, ereigneten sich im Iran die größten Massenproteste der letzten 30 Jahre. Der unterlegene Kontrahent Mir Hossein Mussawi, der als Reformkandidat gehandelt wurde, steht nun scheinbar an der Spitze der Oppositionsbewegung im Iran. Bei Mussawi selbst handelt es sich um einen alten Funktionär des Regimes, der von 1981-89 Premierminister im Iran war. Schon der Umstand, dass er vom Wächterrat zur Wahl zugelassen wurde, zeigt, dass er 100% hinter der „Islamischen Republik Iran“ steht. Für die an wirtschaftlichen Beziehungen interessierten westlichen Staaten wäre Moussawi natürlich attraktiver gewesen als Achmadinejad, leugnet ersterer doch den Holocaust nicht, sondern relativiert ihn “nur”. Zudem stand Mussawi für ein “Reformprogramm” das vor allem die Stellung der Frau aufwerten sollte, was auch immer das im Rahmen des jetzigen System heißen mag. Vermutlich aus Mangel an Alternativen wurde dieser Mann nun an die Spitze einer Protestbewegung gespült, von der beträchtliche Teile mehr wollen als eine bloße Reform der islamischen Republik. Daher gilt es trotz Mussawi Partei für die Demokratiebewegung im Iran zu ergreifen, die in den letzten Tagen immer mehr unter der Repression von islamischen Banden wie Hizbollah oder den Basiji zu leiden hat. Gezielte Todesschüße durch Hizbollah Heckenschützen, das verschwinden unzähliger Führungsfiguren der Proteste in den Folterkellern des Regimes und die öffentlichen Selbstgeißelungen von verhafteten Demonstranten und Demonstrantinnen im iranischen Fernsehen, haben dazu geführt, dass die Protestbewegung von Tag zu Tag zahlenmäßig zurückgeht. Der Westen, der keiner mehr sein will, hat für diejenigen die für die Ideale der Freiheit demonstrieren leider nicht mehr zu bieten, als schöne Worte. Weder Unterstützung noch Asyl wird es wohl für die vom Terror Bedrohten im Anschluss geben. Sollte es dem iranischen Regime gelingen die Protestbewegung niederzuschlagen – und danach sieht es im Moment leider aus – wird damit für Ruhe gesorgt sein, die die Proteste als auch die Opfer im Westen in wenigen Wochen vergessen machen wird. Zu wünschen wäre es der Protestbewegung aber, dass wir mit unseren Einschätzungen völlig falsch lägen.


by ggkritik at1:05 PM under uncategorized (Comments)


October 29, 2009

Gruppe Gesellschaftskritik

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Zu den aktuellen Universitätsprotesten

Allen Unkenrufen zum Trotz – Geschichte wiederholt sich offenbar doch. Im universitären Umfeld praktischerweise in überschaubaren Zyklen. Nun haben also Studenten und Studentinnen – pardon Studierende – das Audimax, den größten Hörsaal der austriakischen Republik, besetzt und österreichweit haben es ihnen andere gleich getan. Die Forderungen, natürlich in klassischer sozialdemokratischer Untertanenmanier an den lieben Staat gerichtet, schwanken irgendwo zwischen Laktophilie („mehr Dickmilch!“), Zoophobie („Rücktritt Hahn“) und den üblichen linken Plattitüden, die stets so passend fehl am Platze sind (irgendwas vom rassistischen Normalzustand und Frauenrechten war wohl auch dabei). Einigendes Momentum ist allerdings die Forderung nach der Rücknahme der bekannten Bologna Reform. Mit dem gleichnamigen Ragout, das immerhin Milch enthält (eventuell sogar eingedickte), schließt sich dann auch wieder der Kreis zur eingangs erwähnten Parole.

Doch erinnern wir uns vorerst ein paar Jährchen zurück: Im Jahre 2005 marschierte die linke Einheitsfront in Innsbruck gegen den Umzug einiger Institute (Ein Spektakel das einige Lokalmedien dazu veranlasste von einem „Hauch von Marx“ der über Innsbruck schwebe zu faseln –Eine Feststellung die ein bezeichnendes Bild vom Zustand der österreichischen Linken malt). Zwei Jahre später waren wieder einmal die Studiengebühren Anlass für Unmut. Und 2009, ganz dem Gesetz des ewigen sich-steigern-Müssens, ersitzt man sich in Wien die Rücknahme der gesamt-europäischen Bologna Reform. An Mangel an Euphorie dürfte das Vorhaben jedenfalls nicht scheitern.

Zurück zu den Forderungen des jüngsten Protestes: Die Bologna Reform und ihr shitload an Nebenwirkungen sind anscheinend Schuld am Zustand der österreichischen Universitäten und der Bildung und überhaupt früher war alles besser. Wer aber auf das Studium der Krankenakte vergisst, braucht sich über die verfehlte Diagnose nicht zu wundern. Zumindest das Wundern wird den UnibesetzerInnen erspart bleiben – in Ermangelung kritischer Eigenreflexion. Denn Bologna hin oder her: die Universitäten sind schon längst nicht mehr das was sie sowieso nie waren. Die StudentInnenschaft der letzten Jahrzehnte gereichte jeder Klosterschule zur Ehre. Statt ungezügeltem hedonistischem die-sau-raus-lassen, braves auswendig lernen – stets geplagt von der Angst den Lebensstandard der eigenen Elterngeneration nicht mehr zu erreichen. Die außereheliche Fickerei ist schon längst Domäne der frühpubertären Unterschichtsjugend und selbst an Drogen kommt man an Unis viel weniger leicht dran, als das der Alarmismus der um das Volkswohl besorgten Medien erhoffen lassen würde. Seit Jahren drängt es MaturantInnen in ökonomische Parawissenschaften und juristische Sophisterei. Dazwischen schult sich der nur rudimentär vorhandene Geist des Studenten, der die Ära der wohlfahrtsstaatlichen Hege von Vater Staat längst im Vergehen wähnt, an Zusatzqualifikationsseminaren, mit dem Ziel den eigenen Marktwert zu steigern. NLP, Argumentationstechniken und Co – nichts als rhetorische Töpferkurse – denn egal wie blumig die Hülle, das Gefäss bleibt hohl mangels substanzieller Inhalte in Zeiten postmoderner Diskurserei. Die Geisteswissenschaften, welche zwar stets von bourgeoisen Rechtfertigungsideologen beherrscht wurden, aber in der Vergangenheit doch das eine oder andere kritische Störfeuer hervorbrachten, haben sich selbst ad absurdum geführt. Was nur mehr foucaultscher Wortmagie und kulturwissenschaftlicher Esoterik frönt, daran verschwendet selbst bürgerliche Apologie ihre Zeit und wird folglich selbst obsolet. Der Rest ist Facharbeiterbildung mit akademischem Brimborium.

Universitäten waren stets Ausbildungsstätten der ökonomischen und politischen Eliten. Einst dienten sie den Feudalherren, später nützte sie das Bürgertum als Keimzelle ihre Revolution. Die Revolution ward geschlagen, die Freiheit der Wissenschaft die man einst selbst nützte um den Adel aus dem Sattel zu befördern und sich selbst an die wohlverdiente Spitze der Gesellschaftspyramide zu hieven, wurde ab dem Zeitpunkt an dem dieser coup d’état vollendet war, zu jener berüchtigten kapitalistischen Freiheit mit der wir alle gesegnet sind. All dies begann zu Zeiten als man hierzulande Bologna noch fest in der Hand kaiserlicher Truppen wähnte und die Europäische Union weniger als einen feuchten Traum einiger mit Visionen geplagter Großkaufmänner darstellte, so diese existierten. Es sind verstaubte, altertümliche Bezeichnungen und Floskeln welche die Studierendenschaft den Mythos der Alma Mater, als reinem Hort des Freien Forschens und Denkens, bis heute Glauben machten. Ein Mythos dem der Bologna Prozess, aus ihrer vollkommen oberflächlichen Betrachtung der heraus, diametral entgegengesetzt scheint. Und das doch nur da er Schluss macht mit dem antiquierten Küss die Hand Frau MMag. Dr. und diesen Floskeln, die im 19. Jahrhundert noch ihren Reiz besessen haben mögen, und sie durch die derzeit gängige Verkehrssprache der Märkte ersetzt. Noch in ihrem Beharren auf Magisterstudium statt angloamerikanischer Zweiteilung, beweisen die UnibesetzerInnen ihre Verwurzelung im Spießbürgertum. Gar so als ob sich hinter einem Diplomtitel etwas substanziell Besseres verstecken würde, als im Masterstudium. Statt sich darüber zu freuen, dank europäischer Mobilität, nun einen Fluchtweg aus den Dummheiten die an Österreichs Universitäten vorgetragen werden zu finden, Kampfparolen gegen den politischen Vollzug ökonomischer Realität und den vermeintlich schuldigen Wissenschaftsminister. Gar so als habe ein mediokerer Politiker vom Schlage eines Gio Hahns irgendwas zu melden. Gar so als sei dieser Zug nicht spätestens dann schon abgefahren, als die erste Dampfmaschine ihren Weg in die pannonische Tiefebene fand.

Auch wenn sie sich in beinahe allem täuschen, in einem haben sie recht: Natürlich ist die Universität ein Zwangssystem, in dem nicht Wissen, sondern die Bedürfnisse der Ökonomie den Ton angeben. Die Freiheit der Wissenschaft und Lehre ist genauso eine Illusion wie die Lernfähigkeit der Linken. In dem sich mit Bologna nun das Vokabular der Realität anpasst, wird zumindest ersteres noch dem dümmsten Studenten bewusst und letzteres einmal mehr der Welt demonstriert. Nichts spricht dagegen den Hörsaal zu besetzen, Party zu machen, die langweilige universitäre Ordnung zu stören. Nichts spricht dagegen die Tristesse der Universitätsgebäude zu durchbrechen und den Alltag aus den Gängen zu fegen. Alles andere, die Plenas, die großen Reden, die beinahe schon staatstragende Besorgnis, der revolutionäre Pathos, das hysterische Geschrei von der „Ökonomisierung unserer Uni“, all das ist mehr als verzichtbar. Einmal mehr zeigt sich: Mit Leuten die in ihrem ganzen Habitus schon selbst darauf brennen an die Schalthebel der Republik zu gelangen und dabei auf das Denken vergessen ist keine Party zu machen.


by ggkritik at4:37 PM under uncategorized (Comments)


October 5, 2009

Gruppe Gesellschaftskritik

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“Das Kapital” Lesezirkel Herbst 2009

Ab Oktober starten wir wieder einen Lesezirkel in Innsbruck. Wir werden Das Kapital, Band I von Karl Marx lesen und treffen uns wöchentlich zur gemeinsamen Besprechung und Diskussion. Bei Interesse melde dich einfach via E-Mail ggk{at}riseup.net


by ggkritik at5:31 PM under uncategorized (Comments)


September 21, 2009

Gruppe Gesellschaftskritik

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Vortrag am 28. September in Lustenau

„Jetzt erst Recht“
Antisemitismus ohne Antisemiten?

Konnte der Antisemitismus nach 1945 in Österreich oder Deutschland meist als „Antisemitismus ohne Juden“ bezeichnet werden, kann man im Jahre 2009 in Vorarlberg von einem „Antisemitismus ohne Antisemiten“ reden. Was an den Aussagen vom Vorarlberger FPÖ-Chef Dieter Egger nun genau antisemitisch sein sollte, konnte die Mehrzahl der Vorarlberger nicht benennen, mitunter nicht einmal jene, die die Aussagen als antisemitisch verurteilten. Denn als Antisemit will heute, außer bekennenden Neonazis, niemand mehr gelten, aber die Botschaft die hinter dem Exil-Juden Sager von Dieter Egger steht, wird trotzdem allgemein verstanden. Doch da man glaubt selbst kein Antisemit zu sein, ist es auch nicht verwunderlich, dass 86% der Vorarlberger die Rede als nicht antisemitisch einstuften.

Die „Kritiker“ von Egger argumentieren dann auch weniger gegen den Antisemitismus, mit dem sie sich meist auch nie auseinander gesetzt haben, als für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg der unter solchen Aussagen leide. Was aber Antisemitismus ist, wie er sich in der Geschichte in Österreich äußerte und welche gesellschaftlichen Gründe er hat, soll der Vortrag von Stephan Grigat klären.

Montag 28. September 2009, 20.oo Uhr:
„Jetzt erst Recht“ – Antisemitismus ohne Antisemiten?
Vortrag von Stephan Grigat
Culture Factor Y, Amann-Fitz-Straße 6, Lustenau

(in Google Maps, Bushaltestelle GH Linde: Linie 17 aus Bregenz, Linie 50 aus Dornbirn)


by ggkritik at6:28 PM under uncategorized (Comments)